Noch einige Aktionfotos:
„Gottesmutter, sei Feministin!“ forderten Pussy Riot im Februar in Moskau.
Ihr Protest in der Kathedrale richtete sich gegen die patriarchale Gewalt des menschenfeindlichen
korrupten staatlichen Systems.
Sie rufen zum Kampf auf und sind wütend. Für ihre Kunstaktion wurden Nadezhda, Maria und Ekaterina zu zwei Jahren Haft verurteilt.
Der Fall von Pussy riot sollte unter den nachfolgenden Kontexten gelesen werden
– Unsere Kritik richtet sich gegen jegliche Art der Politik, die Gefangene produziert, um sich selbst zu erhalten.Die Repression ist eine allgegenwärtige und weltweite Antwort auf die Infragestellung dieses Unterdrückungssystems.
Wır sehen dıe Solıdarıtät mıt Pussy Rıot als Aufschrei für dıe Befreiung des gefangenen Denkens überall auf der Welt.
– Die radikal-feministische Aussage von Pussy Riot darf nicht verwässert und verklärt werden. Der Fall von Pussy Riot ist nicht dazu da, um daraus politisches und sonstiges Kapitel zu schlagen.
– Das korrumpierte System Putins ist nur möglich, weil es durch die westliche Realpolitik gefördert wird.
Es ist die eine Welt, in der das eine System herrscht: Die durch Finanzspekulationen aufgeblasenen Ölpreise braucht Putin genauso, wie die Finanzmärkte selbst. Man kann schlecht Putin kritisieren,
wenn man das System der Geldwäsche, Finanzspekulationen und der Ausbeutung, auf der sie beruhen, akzeptiert.
– Der Fall von Pussy Riot zeigt klar, die aktuell der Kampf gegen die Macht der Kirche und für die Trennung derselben vom Staat ist. Auch in Bayern genießen die christlichen Kirchen Vorrechte, die ihre
Dominanz sichern (Schulen, Universitäten, Steuerwesen).
Die Bavaria wurde 1850 erbaut als „weibliche Symbolgestalt und weltliche Patronin Bayerns“. Sie stellt eine personifizierte Allegorie für das Staatsgebilde Bayern dar. Die „Bavaria“ muss deshalb auch als Missbrauch des weiblichen Körpers als Nationssymbol betrachtet werden.
Wir rufen dıe Passantinnen und Passanten auf die “Bavaria” nicht mit dem sexistischen Oktoberfestbesäufnis zu assoziieren, sondern mit anderen Inhalten zu besetzten und schlagen als erstes vor, sie als radikale Feministin zu sehen.